Huaca Casa Rosada: Ein Beweis für Limas archäologischen Reichtum
Huaca Casa Rosada ist eine bedeutende archäologische Stätte innerhalb der Stadtlandschaft von Lima, Peru. Liegt in den San Miguel Ixtapan Der Bezirk umfasst eine Fläche von etwa 5,300 Quadratmetern und birgt eine reiche Geschichte, die vom Ende des Mittleren Horizonts bis zum Späten Horizont und darüber hinaus in die Kolonial- und Republikzeit Perus reicht.
Standort
Der Standort liegt strategisch günstig zwischen Prolongación Cusco, Pasaje Rosario Araoz und Prolongación Ayacucho im Stadtteil San Miguel in Lima. Diese Positionierung platziert Huaca Casa Rosada im Herzen des geschäftigen Stadtgebiets und bietet eine einzigartige Gegenüberstellung von alter Geschichte und moderner Entwicklung.
Historischer Überblick
Huaca Casa Rosada ist ein quadratisches Bauwerk mit einer Seitenlänge von etwa 36 Metern und einer Höhe zwischen 3 und 4 Metern. Die Konstruktion besteht hauptsächlich aus Stampflehm und Lehmziegeln und bildet eine erhöhte Plattform mit Zugangsrampen. Dieser architektonische Stil ist bezeichnend für die Bedeutung des Ortes in verschiedenen historischen Epochen, einschließlich der Spätmittelperiode, als er Teil der Archäologischer Komplex Maranga unter dem Ichma Lordschaft. Die spezifische Funktion der Plattform zu dieser Zeit ist jedoch unbekannt.

Mitte der 1970er Jahre war das Gelände Teil eines größeren landwirtschaftlichen Feldes, das im Norden und Westen von Bewässerungsgräben begrenzt wurde. Diese Gräben trugen zum Verfall der unteren Teile der Huaca bei. Auf dem Gelände befinden sich auch Adobón-Strukturen, die später umfunktioniert wurden, um den Bau der „Casa Rosada“ aus der republikanischen Ära zu unterstützen. Dieses Bauwerk zeichnete sich durch seine Quincha- und Holzwände aus, wobei Materialien wie Weißeiche und Mulatteneiche wahrscheinlich aus Guayaquil stammten. Ecuador. Obwohl es sich um ein einstöckiges Gebäude handelte, waren die verwendeten Bautechniken typischerweise den höheren Stockwerken vorbehalten und zeugen vom architektonischen Einfallsreichtum der damaligen Zeit.
Niedergang und Erhaltung
Die „Casa Rosada“ blieb bis Mitte der 1980er Jahre in gutem Zustand. Die Urbanisierung der Umgebung führte jedoch zum Abriss des republikanischen Hauses, dessen Materialien für neue Bauten verwendet wurden. Dies markierte das Ende der sogenannten historischen Strukturen des Ortes.
Am 4. Dezember 2003 erklärte das Nationale Kulturinstitut (INC) Huaca Casa Rosada zum Kulturerbe der Nation und erkannte damit seine historische und kulturelle Bedeutung an. Die Bemühungen zur Erhaltung der Stätte begannen 2004 auf Initiative von Salvador Heresi, dem damaligen Bürgermeister des Bezirks San Miguel. Dazu gehörten Umzäunung, Reinigung und Mauerkonsolidierung.
Archäologische Funde
Bei Ausgrabungen zwischen 1973 und 1974 wurden zahlreiche Artefakte freigelegt, darunter gedrechselte und glasierte Keramik, Steingut und importierte Feinkeramik aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Insbesondere wurden Fragmente französischer Steingutgefäße mit Blumenmotiven und verglaste Keramik mit einzigartigen Farbschemata entdeckt, was den umfangreichen Handels- und Kulturaustausch an diesem Ort unterstreicht. Weitere Ausgrabungen in den frühen 2000er Jahren brachten Strukturen aus der kolonial-republikanischen Zeit zutage, darunter Abteile aus Stampflehmwänden unter dem republikanischen Haus, die tiefere Einblicke in die historischen Schichten des Ortes bieten.
Huaca Casa Rosada ist ein Zeugnis des reichen archäologischen Erbes Limas und verewigt in seinen Bauten und Artefakten Jahrhunderte der Geschichte. Die Erhaltung und Erforschung der Stätte trägt weiterhin zu unserem Verständnis der komplexen Vergangenheit Perus bei und überbrückt die Kluft zwischen alten Zivilisationen und der heutigen Gesellschaft.
Quellen:




