Laqaya

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Einführung in Laqaya

Laqaya, was auf Aymara „Ort der Ruinen“ bedeutet Quechua, stellt eine bedeutende archäologische Fundstätte in Bolivien. Es liegt am Rande des Salar de Uyuni in der Region Altiplano. Genauer gesagt fällt es in die Zuständigkeit der Gemeinde Colcha K, Provinz Nor Lípez, Departement Potosí. Am 2. Juli 2004 wurde Laqaya durch das Oberste Dekret Nr. 27607 offiziell als nationales archäologisches Denkmal anerkannt. Diese Stätte ist bekannt als der größte Vertreter von vorspanisch Kulturerbe in Bolivien, das eine geschätzte Fläche von 7 Hektar umfasst.

Historische Bedeutung

Historisch gesehen wird angenommen, dass Laqaya die Hauptstadt der Lipes-Ureinwohner während der Chullpas Ära, die vom Ende des Tiwanaku Zeitraum um 900-1100 n. Chr. Die strategische Lage des Ortes zwischen den Städten Santiago K und Chuvica, entlang der alten Je Wanderweg unterstreicht seine historische Bedeutung.

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Architektonische Besonderheiten

Laqaya umfasst etwa sieben Hektar und ist in drei Hauptsektoren unterteilt:

1. Alto Laqaya: Diese Oberstadt diente als Verteidigungs-Pucara mit fast 100 Einfriedungen und zwei Umfassungsmauern. Sie ist durch einen steilen Hang und eine Felsklippe geschützt und kennzeichnet sie als Festung aus der Zeit der Regionalentwicklung vor dem Tawantinsuyu Erweiterung.

2. Türme: Dieser Sektor enthält über 300 Chullpa-Typ Steintürmeund stellt die architektonische Leistungsfähigkeit seiner Erbauer zur Schau.

3. Bajo Laqaya: Die Unterstadt umfasst etwa 200 einfache Gehege. Der Hauptplatz, eine offene Fläche von 280 Quadratmetern, ist hier ein zentraler Punkt, umgeben von markanten Chullpa-Türmen und Umzäunungen mit doppelten Steinmauern.

Archäologische Einblicke

Die Besiedlungssequenz in Bajo Laqaya gibt einen Einblick in die umfangreiche Nutzung des Ortes über Jahrhunderte hinweg. Die erste Besiedlung geht auf die frühe regionale Entwicklungsperiode (1000-1250 n. Chr.) zurück, wie unter dem Boden des Platzes gefunden wurde. Der Bau und die Nutzung des Piazza und die umliegenden Bauten entstanden in der späten Regionalentwicklungsphase (1250-1450 n. Chr.). Diese Phase endete mit dem Abbrennen und der Aufgabe des Sektors. Nachfolgende Schichten deuten auf eine fortgesetzte Nutzung während der Inka und spanisch-indigene Perioden, die durch die Ansammlung von Müll in den ausgegrabenen Strukturen gekennzeichnet waren.

Das Laqaya-Projekt

1996 wurde das Laqaya-Projekt als Teil des Altiplano Sur Archaeological Project (PAAS) ins Leben gerufen. An dieser Gemeinschaftsarbeit waren erfahrene Archäologen und die örtlichen Gemeinden von Santiago K und Chuvica beteiligt. Dr. Axel Nielsen, der Projektleiter, wollte diesen Gemeinden helfen, ihr archäologisches Erbe für den Tourismus zu nutzen. Diese Initiative zielt darauf ab, die lokale Beteiligung an der Verwaltung und wirtschaftlichen Nutzung des Tourismus zu fördern und gleichzeitig mögliche negative Auswirkungen auf die örtliche Umwelt, Gesellschaft und Kultur abzumildern.

Abschließend bietet Laqaya nicht nur einen Einblick in die architektonischen und kulturellen Komplexitäten der vorspanischen Vergangenheit Boliviens, sondern dient auch als Modell für eine gemeinschaftsorientierte archäologische Praxis.

Quellen:

Wikipedia