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Qal'at al-Bahrain

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Qal'at al-Bahrain: Eine Reise durch die Zeit

Qal'at al-Bahrain, auch bekannt als Bahrain Fort oder Portugiesische Festungist ein archäologischer Schatz in Bahrain. Ausgrabungen seit 1954 haben Schichten der Geschichte innerhalb eines 12 Meter hohen künstlichen Hügels freigelegt. Diese Schichten, die von 2300 v. Chr. bis ins 18. Jahrhundert reichen, umfassen Relikte der Kassiten, Griechen, Portugiesen und Perser. Diese Stätte, einst die Hauptstadt der Dilmun-Zivilisation, gewann UNESCO Weltkulturerbe-Status im Jahr 2005.

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Lage und Struktur

Die Festung liegt an der Nordküste der Insel Bahrain, nur 6 km von der Hauptstadt Manama entfernt. Der Tell oder künstliche Hügel ist der größte in der Region des Persischen Golfs. Er steht in der Nähe eines Hafens und ist ein Wachposten mit Blick auf die fruchtbare Nordküste. Die Schichten innerhalb des Hügels zeugen von einer kontinuierlichen menschlichen Präsenz und zeigen Strukturen, die zu Wohn-, öffentlichen, kommerziellen, religiösen und militärischen Zwecken genutzt wurden.

Historische Bedeutung

Die Geschichte von Qal'at al-Bahrain ist enorm. Das Gebiet ist seit etwa 5,000 Jahren ununterbrochen besiedelt. Die erste Festung entstand hier vor etwa 3000 Jahren, die heutige Struktur stammt aus dem 6. Jahrhundert n. Chr. Dilmun, die antike Zivilisation, die einst hier angesiedelt war, wird oft erwähnt in Sumerisch Texte, einschließlich des Gilgamesch-Epos, als Land der Unsterblichkeit und Versammlungsort der Götter.

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Ausgrabungen und Entdeckungen

Die erste große Ausgrabung an dieser Stätte wurde von einem dänischen Team unter der Leitung von Geoffrey Bibby zwischen 1954 und 1972 durchgeführt. Dabei entdeckten sie Keilschrifttafeln aus der Kassitenzeit. In den 1970er Jahren schlossen sich französische Archäologen vom National Centre for Scientific Research an und legten etwa 50 Tafeln frei, von denen einige aus der Regierungszeit von König Agum III. stammen. Seit 1987 erforschen dänische und bahrainische Teams die Stätte weiter und bringen ihre hellenistische Vergangenheit ans Licht.

Der Tell

Qal'at al-Bahrain ist ein klassischer Tell, ein Hügel, der durch aufeinanderfolgende Schichten menschlicher Besiedlung gebildet wurde. Er erstreckt sich über 180,000 Quadratfuß und offenbart eine reiche Geschichte von 2300 v. Chr. bis zum 16. Jahrhundert n. Chr. Nur 25 % der Stätte wurden ausgegraben, doch es wurden zahlreiche Artefakte und Strukturen gefunden, die ihre Bedeutung als Handelshafen unterstreichen. Auf dem Hügel befindet sich die beeindruckende portugiesische Festung, die der Stätte ihren Namen gibt.

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Bemerkenswerte Gebiete und Funde

Die Stätte umfasst mehrere Nekropolen, einen Kassitenpalast und den Palast von Uperi. Zu den hier gefundenen Artefakten gehören barbarische Keramik, Kupfer- und Elfenbeinreliquien, „Schlangenschalen“, Sarkophage, Siegel und Spiegel. Diese Funde geben Einblicke in den antiken Handel und das tägliche Leben, mit Links zu Mesopotamien, Oman und die Indus Valley.

Grundriss und Befestigungen

Die Ausgrabungen brachten eine kleine Siedlung auf der Nordseite des Tells zutage, was auf eine frühe Gemeinde hinweist, die sich mit Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei beschäftigte. Das Dorf hatte grobe Steinhäuser mit Lehm oder Mörtel, geräumige verputzte Böden und Straßen, die die Wohnkomplexe voneinander trennten. Zu den Befestigungen rund um die Siedlung gehörten Steinmauern mit Toren für Eselskarawanen. Diese Mauern, die heute an den Nord-, West- und Südhängen sichtbar sind, umschlossen ein Gebiet von 37 Acres.

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Der Palast und die Wirtschaftstätigkeit

Im Zentrum des Tels stand ein Palast, umgeben von Lagerhäusern, was auf eine bedeutende wirtschaftliche Aktivität während der Dilmun-Zeit schließen lässt. Straßen führten zu einem großen Tor, wahrscheinlich dem Haupteingang zum Palastgelände. Entlang eines Straßennetzes wurden bescheidene Häuser gebaut, was auf eine gut organisierte Stadtstruktur hinweist.

Reliquien und Handel

Zu den gefundenen Metallartefakten gehören Kupferstücke, Angelwerkzeuge und eine Speerspitze mit Tülle. Es wurde eine große Werkstatt entdeckt, was auf Kupferguss und Fertigung im großen Maßstab durch professionelle Handwerker hindeutet. Die Kupferwaren wurden mit Regionen wie Oman und Mesopotamien gehandelt. Es wurden auch Töpfe und Gefäße gefunden, die zum Kochen und zum Importieren von Lebensmitteln aus Oman und Mesopotamien verwendet wurden. Andere Artefakte wie Keilschriftinschriften und Specksteinschalen verbinden die Stätte mit diesen Regionen, während Karneolperlen und Steingewichte sie mit der Indus-Zivilisation in Verbindung bringen.

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Fazit

Qal'at al-Bahrain ist ein Fenster in die reiche Geschichte Bahrains. Seine Schichten zeigen eine kontinuierliche menschliche Präsenz und einen florierenden Handelsknotenpunkt über Jahrtausende. Von der Dilmun-Zivilisation bis zur portugiesischen Besetzung bietet die Stätte unschätzbare Einblicke in das antike Leben und den Handel in der Region des Persischen Golfs. Während die Ausgrabungen weitergehen, bleibt Qal'at al-Bahrain eine zentrale Stätte zum Verständnis der Komplexität der antiken Welt.

Quellen:

Wikipedia