Sarazm

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Die reiche Geschichte von Sarazm ans Licht bringen

Im Nordwesten Tadschikistans liegt die antike Stadt Sarazm (Tadschikisch: Саразм), ein Zeugnis menschlicher Zivilisation aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Diese UNESCO-Welterbestätte, Teil der Stadt Pandschakent in der Region Sughd, hat im Jahr 27,877 2015 Einwohner. Sarazm besteht aus 21 Dörfern, deren Verwaltungssitz Chimqal'a ist. Die archäologische Stätte in der Nähe von Sohibnazar am linken Ufer des Flusses Serawschan unterstreicht die Nähe zur Usbekistan Rand.

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Die kulturelle Bedeutung von Sarazm

Die Kultur von Sarazm geht der Ankunft der Andronovo-Steppenkultur in Südzentralasien im 2. Jahrtausend v. Chr. voraus. Diese protohistorische landwirtschaftliche Gesellschaft ist von erheblichem archäologischem Interesse. Ihr riesiges Wirtschaftsnetzwerk erstreckte sich einst von der Turkmenistan Steppen und dem Aralsee bis hin zum iranischen Plateau und dem Indus Valley.

Archäologische Entdeckungen und Ausgrabungen

Sarazm liegt 15 Kilometer westlich von Pandschakent und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.5 Kilometern Länge und bis zu 900 Metern Breite. Auf seinem Höhepunkt bedeckte es bis zu 90 Hektar. Die Stätte, die 1977 erstmals von Abdullah Isakov ausgegraben wurde, enthüllte Sarazms Rolle als früheste bekannte protohistorische landwirtschaftliche Gesellschaft in dieser Region. Nachfolgende Ausgrabungen im Jahr 1987 erweiterten die Erkundung der Stätte.

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Internationale Forschungskooperation

Die Erforschung von Sarazm war eine Gemeinschaftsanstrengung tadschikischer Forscher und internationaler Wissenschaftler. Insbesondere arbeiteten französische und tadschikische Forscher ab 1984 zusammen, was zu einer Reihe erfolgreicher Ausgrabungen führte. 1985 förderte ein Kooperationsabkommen zwischen dem CNRS und der Tadschikischen Akademie der Wissenschaften die Forschungs- und Erhaltungsbemühungen. Im Rahmen eines gemeinsamen archäologischen Austauschprogramms zwischen der UdSSR und den USA beteiligten sich auch amerikanische Professoren an den Ausgrabungen.

Stratigraphie und Datierung

Die Stätte von Sarazm besteht aus vier verschiedenen Besiedlungsschichten, dazwischen liegen Perioden der Verlassenheit. Die Radiokarbon-Datierung hat diese Schichten ursprünglich nachgewiesen und zeigt kontinuierliche menschliche Aktivität seit dem frühen 4. Jahrtausend v. Chr. Diese Datierung wurde später durch kulturelle Artefakte wie turkmenische Tonscherben und Togau-Keramik bestätigt.

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Wirtschaftliche und landwirtschaftliche Aktivitäten

Sarazms Wirtschaft florierte durch Landwirtschaft, Viehzucht und Metallurgie. Zu den archäologischen Funden zählen Dolche, Meißel und dekorative Metallstücke. Die Stadt war ein bedeutendes metallurgisches Zentrum und exportierte Waren nach ganz Zentralasien. Die Bewässerung durch den Fluss Serawschan unterstützte die Landwirtschaft, mit Feldfrüchten wie Weizen und Gerste, die denen in Sarazm ähnelten. Pakistan und China. Die Viehzucht konzentrierte sich auf Rinder, Schafe und Ziegen und maximierte die Produktion von Nebenprodukten wie Milch und Wolle.

Architektonische Wunder

Die Architektur von Sarazm zeichnet sich durch mehrräumige Wohnstätten und Gemeinschaftsgebäude aus, die aus Rohlehmziegeln und handgeformter Erde errichtet wurden. Bemerkenswerte Strukturen sind komplexe Gebäude mit Innenhöfen und Brotöfen, und einige Gebäude dienten wahrscheinlich als Kultstätten mit großen Herden. Es wurden auch Befestigungen entdeckt, die die strategische Bedeutung des Ortes verdeutlichen.

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Bestattungspraktiken

Die Grabstätten von Sarazm, die durch kreisförmige Mauern gekennzeichnet sind, enthielten wertvolle Gegenstände wie Töpferwaren und Perlen. Genetische Studien legen nahe, dass die Bewohner aus dem südlichen Zentral- und Südwestasien stammten, was sie mit anderen eneolithischen Stätten in Turkmenistan in Verbindung bringt.

Künstlerische und kulturelle Blüte

Auf seinem wirtschaftlichen Höhepunkt erlebte Sarazm eine Blütezeit der künstlerischen Produktion. Mit Kreisen, Kreuzen und Dreiecken verzierte Töpferwaren verwendeten leuchtende Pigmente. Terrakotta-Statuetten von Frauen und Tieren spiegeln die kulturellen und religiösen Praktiken der Stadt wider. Die Menschen von Sarazm hatten Altäre für heilige Feuer, was auf komplexe religiöse Überzeugungen hindeutet.

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Anerkennung als Welterbe

Im Juli 2010 wurde Sarazm in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Diese Anerkennung unterstreicht seine Bedeutung für die Entwicklung menschlicher Siedlungen in Zentralasien. Zu den Bemühungen, die Stätte zu schützen, gehören Metalldächer und die Wiedervergrabung von Erde, um empfindliche Gebiete zu erhalten. Lokale Initiativen und das Forschungsinstitut CRATerre haben Schutzbeschichtungen aus Reishülsen und stabilisierter Erde entwickelt.

Sarazm bietet weiterhin ein wertvolles Fenster zu den antiken zentralasiatischen Zivilisationen und präsentiert die reiche Vielfalt der Menschheitsgeschichte und kulturellen Entwicklung.

Quellen:

Wikipedia

FAKT ÜBERPRÜFT