Shahba: Ein historisches Juwel in Syrien
Shahba (Arabisch: شَهْبَا), früher bekannt als Philippopolis in der Spätantike, ist eine Stadt 87 km südlich von Damaskus in der Region Jabal el Druze im syrischen Gouvernement As-Suwayda. Diese antike Stadt war einst Teil der römischen Provinz Arabia Petraea, hat eine reiche Geschichte und ist nach wie vor ein lateinischer Titularsitz.

Römische Geschichte
Shahbas Ursprünge gehen zurück auf seine Zeit als kleine Oasensiedlung. Es war das einheimische Dörfchen von Römischer Kaiser Philipp der Araber. Als Philipp im Jahr 244 n. Chr. Kaiser wurde, wollte er diese bescheidene Gemeinde in eine große römische Stadt verwandeln, die als Colonia bekannt war. Ein Historiker meinte sogar, die Stadt sei auf jungfräulichem Boden erbaut worden, was sie als letzte im Osten gegründete römische Stadt bezeichnen würde.

Die Stadt wurde zu Ehren von Kaiser Philipp in Philippopolis umbenannt, der sie als Nachbildung Roms konzipierte. Zu den bedeutenden Bauwerken zählen ein sechseckiger Tempel, eine Kalybe (ein Freilufttempel), ein Triumphbogen, Thermen, ein Theater, eine Basilika und die PhilippionEs wurden Gebäude errichtet, die einem strengen römischen Rasterplan folgten. Die Hauptstraße, der Cardo Maximus mit seinen Säulen, kreuzte den Decumanus Maximus in der Nähe des Zentrums im rechten Winkel. Kleinere Straßen unterteilten die Stadt in Insulae, von denen viele jedoch unbebaut blieben.

Insbesondere öffentliche Gebäude zeigten eine „importierte Fassade“, während die städtische Architektur bescheiden und volkstümlich war. Der Bau wurde nach Philipps Tod im Jahr 249 abrupt eingestellt, so dass die Stadt unvollendet blieb.

Osmanische Herrschaft und später
Im Jahr 1596 tauchte Shahba in den osmanischen Steuerregistern als Sahba auf, Teil der Nahiya von Bani Miglad im Hauran Sanjak. Die Stadt hatte eine rein muslimische Bevölkerung, bestehend aus 8 Haushalten und 3 Junggesellen. Sie zahlten eine Steuer von 40 % auf Weizen, Gerste, Sommergetreide, Ziegen und Bienenstöcke, insgesamt 5,050 Akçe.

Trotz der Isolation von großen Bevölkerungszentren sind die Ruinen von Shahba gut erhalten. Das Museum der Stadt zeigt wunderschöne römische Mosaike, darunter das reich ikonografische Mosaik „Der Ruhm der Erde“, das 1952 entdeckt wurde. Dieses Mosaik, das sich heute im Museum von Damaskus befindet, ist eine wertvolle Ressource für Ikonographen.
In der Nähe steht die römische Brücke von Nimreh, ein weiterer Beweis für das antike Erbe der Stadt.

Moderne Ära
Im 18. Jahrhundert ließen sich Drusen in der Gegend nieder, und bis heute sind Christen in der Stadt präsent. Shahba hat ein kaltes, halbtrockenes Klima (Köppen-Klimaklassifikation BSk), das durch trockene Bedingungen und kalte Winter gekennzeichnet ist.

Fazit
Die Geschichte von Shahba, von seinen römischen Ursprüngen bis zu seiner heutigen Erhaltung, spiegelt die anhaltende Bedeutung der Stadt wider. Seine Ruinen und Artefakte bieten einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit und machen es zu einer geschätzten historischen Stätte in Syrien.
Quellen:




