Die archäologische Bedeutung von Shengavit
Shengavit, ein alte Siedlung im heutigen Eriwan, Armenienbietet einen umfassenden Einblick in die frühe menschliche Zivilisation. Diese Stätte stammt aus der frühen Bronzezeit, etwa 3500 v. Chr., bietet wertvolle Einblicke in das Leben seiner Bewohner.
Entdeckung und Ausgrabung
Archäologen entdeckten Shengavit erstmals im frühen 20. Jahrhundert. Die Ausgrabungen begannen 1936 unter der Leitung von Jewgeni Bajburtjan. Bei nachfolgenden Ausgrabungen unter der Leitung verschiedener Archäologen wurden immer wieder bedeutende Artefakte und Strukturen freigelegt.

Architektonische Besonderheiten
Die Architektur von Schengavit verrät viel über die Gesellschaft des Ortes. Siedlung umfasst runde und rechteckige Steinhäuser. Diese Strukturen verfügen oft über zentrale Herde, was darauf hinweist, dass sie sowohl zum Wohnen als auch für gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt wurden. Das Vorhandensein von Lagergruben schlägt fortschrittliche Techniken zur Lebensmittelkonservierung vor.
Artefakte und Alltag
Bei Ausgrabungen wurden zahlreiche Artefakte zutage gefördert, darunter Töpferwaren, Werkzeuge und Ornamente. Die Töpferwaren, die oft mit komplizierten Mustern verziert sind, deuten auf einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik hin. Werkzeuge aus Obsidian und Knochen zeugen von fortgeschrittener Handwerkskunst. Schmuck wie Perlen und Anhänger deuten auf eine Gesellschaft hin, in der persönlicher Schmuck hoch geschätzt wurde.

Wirtschaftliche Aktivitäten
Die Wirtschaft von Shengavit basierte auf Landwirtschaft, Viehzucht und Handel. Archäologen haben Beweise für den Anbau von Weizen, Gerste und Linsen gefunden. Tierknochen deuten auf die Domestizierung von Rindern, Schafen und Ziegen hin. Handelsartefakte wie Obsidianwerkzeuge aus weit entfernten Regionen deuten auf ausgedehnte Handelsnetzwerke hin.
Bestattungspraktiken
Grabstätten in Shengavit geben Einblicke in ihre spirituellen Überzeugungen. Die Toten wurden oft in Fötusstellung begraben, begleitet von seriöse Ware. Diese Waren, darunter Töpferwaren und Werkzeuge, weisen auf einen Glauben an ein Leben nach dem Tod hin, in dem diese Gegenstände von Nutzen sein würden.

Sozialstruktur
Die Vielfalt der Wohnhäuser und Grabbeigaben deutet auf eine geschichtete Gesellschaft hin. Größere Häuser und wertvollere Grabbeigaben gehörten wahrscheinlich Personen mit höherem Status. Diese Schichtung deutet auf eine komplexe soziale Hierarchie hin.
Fazit
Shengavit bietet Einblicke in die frühe menschliche Zivilisation. Seine gut erhaltenen Strukturen und Artefakte liefern wertvolle Informationen über das tägliche Leben, die wirtschaftlichen Aktivitäten und die sozialen Strukturen seiner Bewohner. Weitere Forschungen in Shengavit werden zweifellos weitere Erkenntnisse über diese faszinierende antike Siedlung liefern.
Quellen:




