Skara Brae

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Skara Brae: Ein Fenster in das neolithische Leben

Skara Brae zeugt vom Einfallsreichtum und Lebensstil der Jungsteinzeitmenschen und ist älter als Stonehenge und die ägyptischen Pyramiden . Die Stätte wurde 1850 entdeckt, nachdem ein Sturm ihre Strukturen in der Bucht von Skaill auf Orkney freigelegt hatte. Sie bietet unvergleichliche Einblicke in das prähistorische Leben. Ihre Bedeutung wurde weltweit anerkannt, als sie 1999 von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes „Herz des Jungsteinzeitlichen Orkney“ in die Liste aufgenommen wurde.

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Dorfhäuser und Möbel

Die präzise aus flachen Steinplatten errichteten Häuser von Skara Brae liegen eingebettet in Abfallhaufen – ein Beweis für den Einfallsreichtum ihrer Bewohner. Diese durch überdachte Gänge miteinander verbundenen Bauten bestehen jeweils aus einem einzigen Raum von etwa 40 Quadratmetern. Bemerkenswerterweise sind die Steinmöbel in diesen Häusern erhalten geblieben, darunter Kommoden, Alkoven, eine zentrale Feuerstelle und kleine Tanks, die möglicherweise zur Zubereitung von Fischködern dienten. Dieser Erhaltungsgrad bietet einen einzigartigen Einblick in das tägliche Leben der Menschen der Jungsteinzeit.

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Es wird angenommen, dass ein größeres Gebäude, das sich von den anderen durch seine besondere Feuerstelle und das Fehlen von Boxbetten unterscheidet, als Werkstatt diente, was ein weiterer Beweis für die Komplexität der sozialen und wirtschaftlichen Strukturen der Gemeinde ist.

Artefakte und Überreste

Die Auswahl der in Skara Brae gefundenen Artefakte ist ebenso vielfältig wie aufschlussreich. Es wurden Gegenstände wie Spielwürfel, Werkzeuge, Töpferwaren und Schmuck, darunter Halsketten, Perlen, Anhänger und Nadeln, freigelegt. Besonders bemerkenswert sind die reich verzierten Steinobjekte, die möglicherweise eine religiöse Bedeutung hatten. Diese Artefakte, die jetzt im Besucherzentrum von Skara Brae ausgestellt sind, spiegeln eine Gesellschaft wider, die in der Lage war, in einer friedlichen Umgebung ohne Waffen und Befestigungen mit rudimentären Werkzeugen anspruchsvolle Gegenstände herzustellen.

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Das Ende des Dorflebens

Die Gründe für die Aufgabe von Skara Brae um 2,500 v. Chr. sind weiterhin Gegenstand von Spekulationen. Die Hypothesen reichen von einem verheerenden Sandsturm bis hin zu einem allmählichen Niedergang. Diese Periode fällt auch mit dem Aufkommen neuer monumentaler Bauwerke auf dem Festland von Orkney zusammen, wie dem Kammergrab von Maeshowe und den Steinkreisen von Brodgar und Stenness, was einen bedeutenden Wandel in der prähistorischen Landschaft der Region markiert.

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Fazit

Skara Brae bietet eine außergewöhnliche Perspektive für die Betrachtung des neolithischen Lebens und bietet Einblicke in die täglichen Aktivitäten, sozialen Strukturen und Umweltanpassungen seiner Bewohner. Seine Erhaltung ermöglicht ein Maß an Vertrautheit mit der Vergangenheit, das selten und von unschätzbarem Wert ist, und macht es zu einem Eckpfeiler für das Verständnis neolithischer Gesellschaften in Westeuropa und darüber hinaus.

Quellen:

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