Das an der Nordküste der Orkneyinseln in Schottland gelegene Broch Gurness ist eine gut erhaltene Siedlung aus der Eisenzeit, die einen faszinierenden Einblick in das Leben der alten Gemeinschaft bietet, die sie bewohnte. Dieser archäologische Schatz mit seinem Komplex aus Steingebäuden und Verteidigungsanlagen ist ein Beweis für die architektonische Leistungsfähigkeit einer Zivilisation, die vor über 2000 Jahren florierte.
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Historischer Hintergrund
Der Broch of Gurness stammt aus der Eisenzeit, genauer gesagt aus der Zeit zwischen 500 und 200 v. Chr. Es wird angenommen, dass er im heutigen Ost- und Nordschottland während der späten britischen Eisenzeit und des frühen Mittelalters erbaut wurde. Der Broch war mehrere Jahrhunderte lang bewohnt, wobei es Hinweise auf Nutzung und Veränderungen bis zum Ende der Römerzeit um 400 n. Chr. gibt. Die Besiedlung des Brochs dauerte bis ins 5. Jahrhundert n. Chr., die Zeit, die als Piktisch Zeiten. Bis etwa zum 8. Jahrhundert war die Stätte so gut wie verlassen und verfiel, bis sie in den 1920er Jahren wiederentdeckt wurde.

Architektonische Highlights
Der Broch of Gurness ist ein Paradebeispiel für einen Broch, eine Art komplexes, rundes Turmhaus aus Stein, wie es nur in Schottland zu finden ist. Der zentrale Turm, der heute größtenteils eingestürzt ist, war bis zu 30 Fuß hoch und hatte einen Innendurchmesser von etwa 30 Fuß. Die bis zu 10 Fuß dicken Wände enthalten eine Reihe von Kammern und Galerien. Um den Broch herum befindet sich ein Komplex aus weiteren Steingebäuden, darunter Häuser und Werkstätten, umgeben von einem Verteidigungsgraben und einer Außenmauer.
Der Bau des Brochs zeugt von einem hohen Maß an Geschick und Organisation. Die für den Bau verwendeten Steine stammen wahrscheinlich aus der Region, da es auf den Orkney-Inseln eine Fülle geeigneter Baumaterialien gibt. Das Design des Brochs mit seinem zentralen Turm und den umliegenden Gebäuden deutet auf einen gemeinschaftsbasierten Lebensstil mit Schwerpunkt auf Verteidigung hin.

Theorien und Interpretationen
Der genaue Zweck von Broschüren wie das von Gurness ist unter Historikern und Archäologen immer noch umstritten. Einige gehen davon aus, dass es sich in erster Linie um Verteidigungsanlagen handelte, während andere vermuten, dass es sich dabei um prestigeträchtige Residenzen oder sogar um eine Form des Gemeinschaftslebens handelte. Das Vorhandensein von Werkstätten und anderen Wohngebäuden in Gurness stützt die letztgenannten Theorien.
Die Datierung des Broch of Gurness basiert auf einer typologischen Analyse der an der Stätte gefundenen Artefakte sowie einer Radiokarbondatierung organischer Materialien. Die Stätte hat eine Fülle von Artefakten hervorgebracht, darunter Töpferwaren, Knochen- und Steinwerkzeuge sowie römische Handelswaren, die wertvolle Einblicke in das Leben und die Handelsbeziehungen der Menschen dieser Zeit bieten.

Gut zu wissen/Weitere Informationen
Heute wird der Broch of Gurness von Historic Environment Scotland verwaltet und ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Besucher können die Ruinen erkunden, durch das alte Dorf spazieren und sogar den Broch selbst betreten. Auf dem Gelände befindet sich auch ein Besucherzentrum mit Ausstellungen über die Bilder und die Eisenzeit in Schottland.
Trotz seines Alters und der Einwirkung des rauen Orkney-Wetters bleibt der Broch of Gurness einer der am besten erhaltenen Brochs in Schottland. Sein beeindruckender Erhaltungszustand und die Fülle an Informationen machen es zu einem Muss für jeden, der sich für die alte Geschichte Schottlands interessiert.

