Tholos de El Romeral: Eine Verbindung zur frühen Bronzezeit
Nur 2.5 Kilometer nordöstlich von Antequera in Andalusien gelegen, ist Tholos de El Romeral ein Zeugnis der frühen Bronzezeit Architektur in Südeuropa. Auch bekannt als Höhle von Bolomor Romeral und Dolmen de Romeral, dies megalithisch Die um 1800 v. Chr. errichtete Grabanlage ist neben anderen Gräbern eines der drei bedeutenden Gräber der Region. Dolmen de Menga und Dolmen von Viera.

Eine UNESCO-Welterbestätte: Anerkennung der gemeinsamen Bedeutung
In 2016, UNESCO erkannte die kulturelle Bedeutung der Dolmen von Menga, Viera und El Romeral, indem sie als „Dolmenstätte von Antequera“ bezeichnet werden. Diese Anerkennung unterstreicht die historische Bedeutung dieser Megalithstrukturen, und heben die gemeinsame Geschichte hervor, die sie über die Vergangenheit der Region erzählen.

Markante Chronologie: Ein Grab für sich
Ursprünglich glaubten Experten, dass die drei Gräber von Antequera aus derselben Zeit stammten. Weitere Untersuchungen ergaben jedoch erhebliche zeitliche Unterschiede. Während Dolmen de Menga und Dolmen de Viera auf etwa 3800 v. Chr. datieren, wurde Tholos de El Romeral viel später, um 1800 v. Chr., erbaut. Diese Unterscheidung macht El Romeral zu einem Grab auseinander, verbunden mit der Los Millares-Kultur, deren Zentrum über 200 Kilometer östlich von Antequera liegt. Die Unterschiede in Steinmaterialien und Kammergrundrissen stützen diese Theorie zusätzlich.

Einzigartige architektonische Merkmale: Ein Meisterwerk mit Kragstein
Tholos de El Romeral verfügt über a Kammergrab von einem großen Hügel bedeckt. Die Struktur umfasst einen langen Korridor mit Trockenmauern aus kleinen Steinen und megalithischen Platten, die die Decke bilden. Dieser Korridor führt zu zwei aufeinanderfolgenden runden, bienenstockartigen Kammern.
Die größere Kammer mit einem Durchmesser von etwa 4.20 Metern hat Kragsteine – eine Technik, bei der Steine Schicht für Schicht nach innen geneigt werden, bis sie sich oben treffen. Diese Methode gipfelt in einem megalithischen Deckstein, der die Decke bildet. Der Boden dieser Kammer und des Korridors besteht aus gestampfter Erde. Ein rechteckiger Korridor verbindet die größere Kammer mit einer kleineren Kammer mit 2 Metern Durchmesser. Diese kleinere Kammer enthält eine Bahre aus Steinplatten zum Auflegen der Verstorbenen und einen mit Steinplatten bedeckten Boden. Im Inneren entdeckte Knochen und Grabbeigaben bestätigen die Verwendung als Begräbnisstätte.

Historische Entdeckungen und Restaurierungen: Die Vergangenheit enthüllen
Die Tholos de El Romeral, ursprünglich bekannt als Sepulcro del Cerrillo Blanco (Grab des weißen Hügels), wurden im August 1904 von den Brüdern José und Antonio Viera Fuentes entdeckt. Der Architekt Ricardo Velázquez Bosco gab der Tholos später den Namen El Romeral, in Anlehnung an das Anwesen, auf dem sie gefunden wurde.
Die erste dokumentierte Restaurierung fand 1941 statt. Der Architekt Francisco Prieto-Moreno y Pardo führte eine Reihe von Arbeiten durch, darunter die Reinigung des Korridors, den Austausch von Dachplatten, die Reparatur von Löchern und die Installation elektrischer Beleuchtung. Bei der jüngsten Restaurierung im Jahr 2002 unter der Leitung des Architekten Ciro de la Torre Fragoso ging es darum, Dachplatten mit Edelstahlstangen zu konservieren, Graffiti zu entfernen, einen neuen Grabbelag zu schaffen und ein modernes Beleuchtungssystem zu installieren.

Kulturelle und astronomische Bedeutung: Eine rätselhafte Orientierung
Der außergewöhnliche Wert der Tholos de El Romeral liegt in ihrer einzigartigen Ausrichtung auf die Bergkette El Torcal. Diese Ausrichtung, die vom Archäoastronomen Michael Hoskin entdeckt wurde, unterscheidet sie von über zweitausend anderen Dolmen im Mittelmeerraum. In seinem Werk „Tombs, Temples, and Their Orientations: A New Perspective on the Prehistory of the Mediterranean“ (2001) dokumentierte Hoskin diese Anomalie und löste damit weitere Untersuchungen zur möglichen astronomischen oder symbolischen Bedeutung dieser Positionierung aus.
Schutz und Anerkennung: Ein Erbe bewahren
Die Tholos de El Romeral wurden 1931 als historisch-künstlerisches Denkmal geschützt. Im Jahr 2009 wurden die Dolmen von Antequera zum Archäologische ZoneDie Ernennung der Stätte zum UNESCO-Weltkulturerbe im Jahr 2016 untermauerte ihre globale kulturelle Bedeutung noch weiter.
Tholos de El Romeral mit seinen einzigartigen architektonischen Merkmalen und seinem reichen historischen Kontext bleibt eine wichtige Verbindung zur alten Vergangenheit. Seine Bezeichnung als UNESCO-Weltkulturerbe sichert deren Erhalt und Anerkennung für zukünftige Generationen.
Quellen:





