Klagemauer-Tunnel Jerusalem

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Erkundung der versteckten Wand

Der Tunnel der Klagemauer legt einen Abschnitt der Klagemauer frei. Er erstreckt sich nördlich vom traditionellen Gebetsort. Der Tunnel liegt unter Gebäuden im muslimischen Viertel Jerusalems. Der offene Teil der Klagemauer ist etwa 60 Meter lang. Die ursprüngliche Mauer ist jedoch 488 Meter lang und der größte Teil davon liegt unterirdisch. Der Tunnel bietet Zugang zum nördlichen Teil der Mauer.

Vernetzte Räume und einzigartige Erlebnisse

An den Tunnel sind mehrere unterirdische Räume angeschlossen. Viele dieser Räume können zusammen mit dem Haupttunnel besichtigt werden. Aus diesem Grund wird häufig der Begriff „Klagemauertunnel“ verwendet.

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Historischer Hintergrund

19 v. Chr., König Herodes begann ein gewaltiges Projekt. Er wollte die Fläche des Tempelbergs verdoppeln. Um dies zu erreichen, baute er vier Stützmauern. Diese Mauern stützten den erweiterten Tempelberg. Der Tempel wurde 70 n. Chr. von den Römern zerstört, aber die Mauern blieben bestehen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde ein großer Teil des Mauerbereichs überdeckt. Ein Teil der Klagemauer blieb jedoch frei und wurde zu einer heiligen Gebetsstätte.

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Frühe Ausgrabungen

Britische Forscher begannen Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Ausgrabung der Klagemauer. Charles Wilson begann 1864 und Charles Warren setzte die Ausgrabungen von 1867 bis 70 fort. Wilson entdeckte einen Bogen, der heute als „Wilsons Bogen“ bekannt ist. Dieser 12.8 Meter breite Bogen liegt über dem heutigen Bodenniveau. Er stützte wahrscheinlich eine Brücke zum Tempelberg während der Zweite Tempelperiode. Warrens Ausgrabungen durch den Bogen sind noch immer sichtbar.

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Ausgrabungen nach dem Sechstagekrieg

Nach dem Sechstagekrieg begann das israelische Ministerium für religiöse Angelegenheiten mit neuen Ausgrabungen. Ziel dieser Bemühungen war es, mehr von der Klagemauer freizulegen. Die Arbeiten dauerten fast zwanzig Jahre und brachten viele historische Details ans Licht. Die Ausgrabungen waren eine Herausforderung, da die Tunnel unter Wohngebieten verliefen. Bei den ersten Ausgrabungen fehlte die wissenschaftliche Aufsicht, was sich später änderte. Experten überwachten die Ausgrabungen, um sowohl Bauwerke als auch Artefakte zu schützen. 1988 übernahm die Western Wall Heritage Foundation diese Aufgaben.

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Hauptmerkmale des Tunnels

Der Tunnel legt 300 Meter der insgesamt 445 Meter langen Mauer frei. Dies zeigt die Baumethoden und Aktivitäten in der Nähe des Tempelbergs. Hier wurden viele archäologische Funde aus verschiedenen Epochen entdeckt.

Warren's Gate und der Hasmonäische Kanal

„Warren's Gate“ liegt etwa 150 Fuß im Tunnel. Dieser abgesperrte Eingang war einst ein kleiner Synagoge. Rabbi Yehuda Getz baute außerhalb des Tores eine weitere Synagoge. Dieser Ort ist heute der dem Allerheiligsten am nächsten gelegene Gebetsort.

Jenseits des nördlichen Endes der Mauer wurden Reste eines Wasserkanals gefunden. Dieser Kanal, der „Hasmonäische Kanal“ genannt wird, versorgte den Tempelberg mit Wasser. Er verläuft durch den Struthion-Teich, der aus der Hasmonäerzeit stammt.

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Der massive westliche Stein

Der Tunnel enthüllt den größten Stein der Klagemauer, den sogenannten Weststein. Dieser Stein ist eines der schwersten Objekte, die jemals ohne motorisierte Maschinen angehoben wurden. Er ist 13.6 Meter lang, 3 Meter hoch, bis zu 4.5 Meter breit und wiegt 570 Tonnen.

Zentrum für Generationenkette

In der Nähe des Tunnels befinden sich Bauwerke aus der Zeit des Zweiten Tempels sowie aus der Zeit der Kreuzfahrer und der Mamluken. Die Western Wall Foundation hat hier das Chain of Generations Center errichtet. Dieses Museum umfasst eine audiovisuelle Show und Glas-Skulpturen von Jeremy Langford.

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Entdeckungstour durch die römische Straße

In 2007 stellte das Israel Die Altertumsbehörde hat eine antike römische Straße freigelegt. Diese Straße verband wahrscheinlich zwei Hauptstraßen und führte zum Tempelberg. Die Entdeckung bewies, dass die Römer den Tempelberg auch nach 70 n. Chr. weiterhin nutzten. Die Ausgrabungen dauerten bis 2014.

Der Struthion Pool

Der Struthion-Pool ist eine große Zisterne, die Regenwasser aus den Gebäuden des Forums sammelt. Ursprünglich handelte es sich um einen Freiluftpool, der von Hadrian mit einem Gewölbe versehen wurde. Dieser Pool war Teil einer Freiluft-Wasserleitung, die von den Hasmonäern gebaut wurde.

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Kontroverse um den nördlichen Ausgang

Anfangs mussten die Besucher den gleichen Weg zurückgehen. Ein vorgeschlagener alternativer Ausgang war umstritten. 1996 genehmigte Benjamin Netanjahu einen Ausgang zur Via Dolorosa. Dies führte zu Unruhen, bei denen 80 Menschen ums Leben kamen. Heute können Touristen den Tempel durch den südlichen Eingang betreten und ihn durch das nördliche Ende verlassen. Aus Sicherheitsgründen ist dieser Ausgang jedoch nur tagsüber geöffnet.

Quellen: Wikipedia